Albrecht Weinberg überlebt den Holocaust. Sechzig Jahre nach dem Exil in Amerika kehrt er in seine alte Heimat Ostfriesland zurück. Nicht, weil er Deutschland noch einmal sehen will, sondern weil er fast blind ist und auf Hilfe angewiesen ist. In Leer kommt er am vermeintlichen Ende seines Lebens an — und findet dort etwas, womit niemand mehr gerechnet hat: einen Neubeginn an der Seite von Gerda Dänekas, einst seine Pflegerin, nun seine Freundin und Mitbewohnerin. Zusammen sind sie die älteste WG Deutschlands.
Und Albrecht beginnt zu erzählen: von seinem Leben, von „Mama“ und „Papa“, von dem, was bleibt, wenn alles verloren ging. Der Zuschauer erlebt, wie Schüler neben dem alten Mann im Rollstuhl hinknien und in Tränen ausbrechen, weil die Wucht seiner Geschichte kaum auszuhalten ist. Albrecht trägt das Grauen in seinem Kopf und im Herzen ein kindliches Vertrauen gegenüber den Menschen, die ihm begegnen. Zugewandt, liebevoll, immer neugierig und offen.
Selbst ein ehemaliger Wehrmachtssoldat, der ihm begegnet, kann daran nichts ändern. Albrecht weint, er lacht, er fährt mit dem Leeraner Bürgermeister Karussell und erinnert sich an jedes Detail einer Vergangenheit, die nicht vergehen darf. Bis zuletzt bleibt seine größte Angst das Vergessen.
Albrecht Weinberg starb am 12. Mai im Alter von 101 Jahren. Er hinterlässt Hunderte Freunde und Weggefährten sowie seine beste Freundin Gerda, die nun nicht mehr mit Albrecht, aber mit seinem Film durch Deutschland reist – gegen das Vergessen.
| FSK | 6 (angefragt) |
| Laufzeit | 90 Min. |
| Produktionsjahr | 2026 |
| Mit | Albrecht Weinberg und Gerda Dänekas |
| Buch und Regie | Güner Yasemin Balci, Jesco Denzel |
| Kamera | Jesco Denzel, Bernd Hermes |
| Ton | Güner Yasemin Balci, Jesco Denzel, Leon Kissau |
| Montage | David Holfelder, Jan-Christian Pohl |
| Musik von | Peer Kleinschmidt, Jan Frederik Vogt |
| Sound Design & Mischung | Malte Lahrmann, Mike Gröger |
| Colorist | Jan-Christian Pohl |
| Produzent | Matthias Miegel, Andreas Banz, Robert Thalheim |
| Ko-Produzent | Sven Junker, Marie Junker |
| Produktionsleitung | Sarah Kuhwald |
| Produktion ZDF | Christian Stachel (ZDF) |
| Redaktion | Simone Grabs (ZDF) |
| Mit Unterstützung von | American Jewish Committee (AJC) und der Alfred Landecker Stiftung |
Voraussetzung ist der Erwerb einer Vorführlizenz. Diese benötigen Sie sowohl für Veranstaltungen im privaten als auch im öffentlichen Bereich. Dazu gehören beispielsweise Aufführungen unter Vereinsmitgliedern, in Seminaren oder im Unterricht, in Unternehmen, unter Freund:innen usw. Wir beraten Sie gerne und stellen wenn möglich Kontakt zu den Filmemacher:innen her!