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mindjazz pictures/Filme/Hochburg der Sünden

Hochburg der Sünden

Inhalt

Aysel ist gläubige Muslima und lebt seit vielen Jahren ein wohl behütetes Leben als Hausfrau und Mutter in der schwäbischen Provinz. Als sie erfährt, dass am Stuttgarter Staatstheater türkische Laiendarstellerinnen für die Tragödie "Medea" gesucht werden, sieht sie die Chance ihrer Langeweile zu entfliehen und bewirbt sich. Was sich am Anfang nach ein wenig Abwechslung anhört, stellt Aysel's Weltbild bald auf eine harte Probe.

Regisseur Volker Lösch will die Narrenfreiheit des Theaters nutzen, um in die teils sehr verschlossene Welt der muslimischen Frauen vorzudringen. Während der Entstehung des Stücks wird Aysel so mit den tragischen Lebensgeschichten anderer muslimischer Frauen konfrontiert, die sie bisher nur von Hörensagen kannte.

Als einzige Kopftuchträgerin muss sie ihre Werte und ihren Lebensstil gegenüber moderneren Türkinnen verteidigen. Zerrissen zwischen der Sehnsucht nach Freiheit und der eigenen Tradition, gerät Aysel in einen Glaubenskonflikt und wird gezwungen, ihr eigenes Leben zu hinterfragen. Aysel beginnt zu kämpfen, gegen Klischees, gegen die "Sittenlosigkeit" am Theater und zuletzt gegen sich selbst.


Screenshots 

 


Credits

Originaltitel: Hochburg der Sünden
Produktionsland/-jahr: Deutschland 2008
Regie: Thomas Lauterbach
Produktion: INDI Film
Mitwirkende: Aysel Kilic , Annabella Akcal, Hülya Özkaner, Selda Vogelsang, Volker Lösch, Beate Seidel, Suzan Ögünc, Fatma Gülcan Genc, Leyla Ibaoglu, Ruhsar Aydogan, Yasmin Sen, Bernd Freytag, Lale Asasi, Aynur Sahin, Nuray Kahraman, Senay Yilamz, Sebnem Maier,Tülay Deniz, Jessica Foitzik, Serap Yadigar in einer Inszenierung der Tragödie MEDEA von Euripides in der Übersetzung von Peter Krumme am Staatstheater Stuttgart 

FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: 79 Min.
Kinostart: 14.03.2010
DVD-VÖ: 01.10.2010


Pressestimmen

Cinema  "Wunderbarer Dokumentarfilm, der Berührungsängste und Vorurteile abbaut."

SWR filmSPAICHer  "Regisseur Lauterbach gelang auf beeindruckende Weise die komplexe Situation türkischer Frauen in der Bundesrepublik durchschaubar zu machen. Den schwierigen und vielfach auch schmerzlichen Prozess der Integration in die deutsche Gesellschaft . Wobei sich die Betroffen vor Lauterbachs Kamera immer wieder fragen, wie weit sich der Verlust traditioneller Erfahrungen und der Mehrwert eines Lebens in einer offenen Gesellschaft wie der Bundesrepublik die Waage halten. Der Film weist damit weit über die bloße Dokumentation eines Theater-Experiments hinaus!"