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Haymatloz - Exil in der Türkei - ab 27. Oktober 2016 im Kino

KINOTRAILER HAYMATLOZ - Kinostart 27. Oktober 2016

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Inhalt 

Als Hitler an die Macht kommt, müssen unzählige Deutsche aus ihrer Heimat flüchten.
Was wenige wissen: neben den klassischen Exilländern Amerika, der Schweiz oder England, finden auch in der Türkei viele der Betroffenen Zuflucht. 
So werden die meist deutsch-jüdischen Akademiker im Zuge der Hochschulreformen Mustafa Kemal Atatürks eingeladen, die türkischen Universitäten nach westlichem Vorbild zu reformieren. 
Die Deutschen erhalten Schlüsselpositionen beim Aufbau der jungen türkischen Republik. Ihr Einfluss in den Wissenschaften, der Kunst und Architektur ist bis heute sichtbar. 
Die Regisseurin Eren Önsöz begleitet fünf Nachfahren dieser Professoren, die ihre Kindheit und Jugend in der Türkei verbracht haben an Schauplätze in der Schweiz, Deutschland und in der Türkei. 
Dabei spannt der Film einen faszinierenden Bogen zwischen Gestern und Heute und geht der Frage nach, was vom Erbe der Deutschen in der heutigen Türkei übrig geblieben ist.

 

Screenshots


VERLEIH gefördert von der Film und Medienstiftung NRW

Credits

Originaltitel: HAYMATLOZ
Produktionsland/-jahr: Deutschland 2016
Regie: Eren Önsöz
Produktion: Hupe Filmproduktion
Mitwirkende: Elisabeth Weber Belling, Susan Ferenz-Schwartz, Enver Tandogan Hirsch, Kurt Heilbronn, Engin Bagda

Sprache: OmdtU / OmTUT

FSK: o.A.

Laufzeit:  90 Min.

Kinostart: 27.10.2016 


Pressestimmen

Haymatloz“: dieses Wort schrieben türkische Behörden deutschen Flüchtlingen und Exilanten in der Zeit des NS-Regimes, also zwischen 1933 und 1945, in deren Fremdenpässe. Dieses Wort ging später sogar in die türkische Sprache ein. Die türkisch-stämmige Filmemacherin Eren Önsöz beschäftigt sich in ihrem Dokumentarfilm mit jenen deutschen Flüchtlingen, meist Intellektuellen, Wissenschaftlern und Kunstschaffenden, denen die Türkei zu Zeiten von Atatürk Tür und Tor öffnete. Viele arbeiteten an der Modernisierung der Türkei und damit auch an der Europäisierung von Verwaltung, Wirtschaft, Justiz, Bildung, Kunst und Kultur. Ganz im Sinne einer Politik, die von Staatsgründer Kemal Atatürk 1923 begonnen und von Ismet Inönü, seinem Nachfolger im Präsidentenamt, 1938 fortgesetzt worden ist. Es war ein wichtiger Kultur- und Wissenstransfer, das zeigt der Film, aber er stellt auch die kritische Frage, was davon in der heutigen Türkei geblieben ist. Jochen Schmoldt - Journalist

"Entfaltet einen ganz aktuellen Diskurs über die Gegenwart und Zukunft der türkischen Gesellschaft." Christian Meyer – Filmkritiker
 
"Ich bin begeistert von diesem wunderbaren, sensiblen und doch durch und durch politischen Dokumentarfilm. Eren Önsöz hat  einen wichtigen Abschnitt türkisch-deutscher Geschichte aufgearbeitet und die persönlichen Schicksale der Protagonisten  geschickt mit der heutigen politischen Lage in der Türkei verbunden!" Dr. Lale Akgün - Politikerin & Schriftstellerin
 

ein Film über die Vergangenheit, der hochaktuell ist...

Deutschlandradio Kultur

Eren Önsöz zeigt in melancholischen Szenen, wie die heute erwachsenen Kinder in ihren alten Vierteln herumlaufen, ihre Schule suchen und die Straßenbahnhaltestelle, von der sie damals immer abgefahren sind. Die meisten von ihnen sprechen sogar Türkisch. Und wenn sie Sesamringen von Straßenhändlern kaufen, so wie sie es früher getan haben, dann scheinen diese ein Schlüssel für die Vergangenheit zu sein – so wie die berühmte Madeleine in Marcel Prousts Roman „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ . Dann spürt man ihre Verbundenheit mit dem Ort ihrer Kindheit und versteht, dass ihre Rückkehr nach Deutschland für sie auch einen Verlust bedeutet hat. – Berliner Zeitung

»Haymatloz. Exil in der Türkei« ist ein wunderbar kaleidoskopischer Film über ein weitgehend unbekanntes Kapitel deutsch-türkischer Geschichte. – junge Welt

Die große Stärke dieses Dokumentar-films: „Haymatloz“ bildet ein Stück Geschichte ab, das viele Menschen verblüffen dürfte. Dass in Deutschland zahlreiche türkische Migranten leben, weiß jedes Kind. Doch gab es auch eine Zeit, in der das Gegenteil der Fall war, und Deutsche im Land am Bosporus Zuflucht suchten... In Interviews mit den Nachkommen der Exilanten bringt Eren Onsöz faszinierende Details dieser Zeit ans Licht.Münchner Merkur

In ihrer höchst aufschlussreichen Dokumentation beleuchtet Regisseurin Eren Önsöz dieses kaum bekannte Kapitel deutsch-türkischer Geschichte. Hierzu hat sie Nach- kommen der einstigen, deutschen Exilanten aufgespürt und lässt sie erzählen. Dabei wird auch deutlich, wie viel Liberalität in der Türkei unter dem heutigen Präsidenten Erdogan bereits verloren gegangen ist. 4 Sterne / Hamburger Morgenpost

In den Bildern von damals wie von heute ist eine Offenheit zu spüren, die angesichts der aktuellen Lage in der Türkei ganz erstaunlich, bewegend, bestürzend ist. Süddeutsche Zeitung

Die Dokumentation von Eren Önsöz lässt auch Zeitzeugen und Nach- fahren der frühen Deutsch-Türken zu Wort kommen. Dabei bringt der Film auch die frappierende Umkehr der Vorzeichen des west-östlichen Diwans in der Gegenwart zur Geltung. - Westdeutsche Zeitung

Mit einer Mischung aus Archivmaterial und aktuellen Aufnahmen ist „Haymatloz“ – der Begriff ist als Synonym für Exilanten als Fremdwort ins Türkische eingegangen – ein visuell konventioneller, aber historisch spannender Film. Die Protagonisten sind wache Beobachter der aktuellen politischen Lage in der Türkei; sie entfernt sich derzeit rasch von den laizistischen und parlamentarischen Prinzipien, die Atatürk einst einführte. Unter der Herrschaft von Präsident Recep Tayyip Erdoğan ist vieles von dem in Gefahr, das deutsche Emigranten mit schufen. – Kunst und Film

Die türkischstämmige Filmemacherin Eren Önsöz blickt in ihrem Film "Haymatloz – Exil in der Türkei" auf dieses fast vergessene Kapitel der Geschichte zurück. Sie porträtiert fünf Nachfahren von Exil-Professoren, beschreibt ihre Vertreibung und Flucht und zeigt ihre Zerrissenheit zwischen der alten und neuen Heimat. Der Film...beleuchtet aber nicht nur das Schicksal der akademischen Elite Deutschlands im türkischen Exil, sondern wirft auch einen Blick auf die aktuelle Lage in der Türkei. Denn seit dem gescheiterten Putsch Mitte Juli 2016 und den Repressionen durch Präsident Erdogan steigt der Druck auf die Wissenschaftler im Land. Tausende Lehrer und Akademiker wurden bereits vom Dienst suspendiert oder eingesperrt. Wer kann, verlässt das Land.   – WDR WestART Live

Es sind nicht nur die Berichte über die Vorteile und Nöte des Pendelns zwischen mehreren Kulturen, die Önsöz' mit leichter Hand inszenierten Film über deutsch-türkisch- jüdisch-säkulare Lebenswege so sehenswert machen. Die Regisseurin begleitet ihre Protagonisten bei ihren emotionalen, von Kindheitserinnerungen geprägten Spaziergängen über den Taksim-Platz und durch den Gezi-Park genauso wie bei ihren klugen Reflexionen über die gesellschaftliche Modernisierung von 80 Jahren und deren aktuellem Rückbau.

"Haymatloz" verweist auf ein vergessenes Kapitel europäischer Geschichte und wirft ein Licht auf die Tradition der Türkei als Exilland. Gleichzeitig verweist er auf die Sorgen um die demokratischen Standards in der Türkei und plädiert dafür, die derzeitigen politischen Entwicklungen in der Türkei als das zu begreifen, was sie sind: ein wesentlicher Paradigmenwechsel nicht am Rande, sondern in der Mitte von Europas politischer Kultur. Filmdienst

Die Kölner Regisseurin Eren Önsöz ist auf Spurensuche gegangen und hat nun einen spannenden Kino-Dokumentarfilm über diese unsere deutsch-türkische Geschichte gemacht: "Haymatloz".BR Fernsehen

Eren Önsöz beleuchtet in ihrem sehenswerten Dokumentarfilm ein oft übersehenes Kapitel in der deutsch-türkischen Geschichte. Historische Betrachtungen verbinden sich hierbei mit persönlichen Anekdoten zu einem komplexen Porträt, das kritisch auf die heutige Situation in der Türkei blickt. Erhellende Interviews sowie eine vorantreibende Montage... spielfilm.de

Inmitten der weltweiten Flüchtlingskrise wirft der Dokumentarfilm hochak- tuelle Fragen auf und beleuchtet das Schicksal der akademischen Elite Deutschlands im türkischen Exil. Bürstädter Zeitung

Es ist der Verdienst der Regisseurin wie ihres mehrmals aufrüttelnden Films, diesen Menschen ein kleines dokumentarisches Denkmal gesetzt zu haben, das nachwirkt und zu mehrfacher Betrachtung einlädt. In Zeiten wie diesen, die von Migration und Misstrauen, genauso wie von Erfolgsgeschichten und dem Glauben an echte Völkerverständigung geprägt sind, ist das der einzig richtige Ansatz.   - kino-zeit.de